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01
Apr

Adolar – Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre!


Posthardcore + Indie + Pop + Emo = “Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre!”?
Das ist eine ziemlich gewagte These und auch wenn es beim ersten Hören so scheinen mag, geht diese, viel zu simple, Gleichung für Adolar ganz und gar nicht auf.

Mit “Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre!” haben Adolar dieses Jahr ihr erstes Album auf ihrem Label “Unterm Durchschnitt” veröffentlicht.

Schon beim Opener “In Deiner Wohnung” wird schon irgendwie klar wofür Adolar zu stehen scheinen: Ehrliche Texte mit Tiefgang, irgendwo zwischen Herzschmerz, “nichtmehrkönnen” und trotzdem weitermachen. Auf und ab gehen quasi Hand in Hand – so ist das eben im Leben. Wenn es grad richtig schlecht läuft kann es quasi nur wieder besser werden und umgekehrt.

Der dritte Track “Mitnehmerrippe” ist dann auch bereits ein Paradebeispiel für die oben erwähnten Attribute der Band / des Albums.
“Mitnehmerrippe” beschreibt das Ende einer Beziehung – und wie es danach weitergeht bzw. weitergehen sollte – so schonungslos ernst und ehrlich wie vorher selten gehört.
Hier wird sich für nix geschämt und nichts scheint zu kitschig oder klischeehaft es kommt einfach verdammt ehrlich rüber. Einfach alles raus bzw. zulassen und jeder, der sowas bereits erlebt hat kann sich wohl irgendwie darin wiederfinden.
“Mir geht es auch schlecht /Jedes Mal, wenn ich dich so traurig sehe / Das mit dem Freunde bleiben ist gar nicht so einfach / Wenn die Gefühle so verschieden sind /Ich bin hier und du bist da /Mir fehlt alles, was wir waren”.

Aber bei “Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre!” geht es natürlich nicht nur um Herzschmerz. Der Prozess des “Erwachsenwerden” gehört auch zum Thema des Albums.
So kann es bei “Weltsehen” sehr schnell passieren, dass man in Melancholie verfällt, denn wie Sänger Tom anfängt zu singen kann einen schon ergreifen. Außerdem kennt das wohl irgendwie jeder: Man setzt sich gewissen Ziele und will dieses und jenes unbedingt mal tun. Im Laufe der Zeit muss man jedoch feststellen, dass das alles nicht so recht zu klappen scheint und die Träume und Wünsche auf der Strecke zu bleiben scheinen.

So beschissen und traurig das jetzt alles klingel mag scheint es doch immer wieder einen Ausweg zu geben und man hört die Hoffnung aus den Lieder heraus.

“I HEARD IT WAS FUN / LIKE A STORY TO TELL / SO LET’S DANCE,DANCE,DANCE!”

Was den Sound des Albums angeht lassen sich Adolar keineswegs in irgendwelche Schubladen stecken oder in Schranken weisen; So sind in den Liedern mal Orgeln und mal Synthesizer zu hören. Es wird gesungen, geschrien und gesprochen. Was sich aber wie ein roter Faden durch das Album zieht ist das hervorragende Zusammenspiel der einzelnen Musiker und man merkt, dass sie ihre Instrumente verdammt gut beherrschen.

Auch ganz alltägliche Situationen können wie Silvester – “Kitt” – oder einen Abend mit Freunden – “Ich Bin Slide” – wissen Adolar musikalisch gekonnt umzusetzen und man fühlt sich fast als wäre man selbst dabei gewesen.

“Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre!” ist also ein richtiges Wechselbad der Gefühle, ein Auf und Ab zwischen Verzweiflung, dem Erwachsen werden, Vergangenheitsbewältigung und Neuanfang (“Magdeburg”), “nichtmehrkönnen” und trotzdem weiter machen – weil alles andere einfach keinen Sinn hätte.

Aber vor allem ist es ein verdammt authentisches und ehrliches Album.

1. In Deiner Wohnung
2. Kitt
3. Mitnehmerrippe
4. Weltsehen
5. Chaise Absurde
6. Busfahrplan o.D.
7. Magdeburg
8. Ich Bin Slide
9. Sample Au-Pair
10. Tag im Teich

 April 1st, 2010  
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09
Dez

Blacklisted – No One Deserves To Be Here More Than Me

Blacklisted - No One Deserves To Be Here More Than MeNoch 2008 haben Blacklisted mit „Heavier Than Heaven, Lonelier Than God” ein Hardcorealbum abgeliefert wie man es sich vorstellt. Ein Jahr später, 2009, haben die Herren aus Philadelphia ihren Nachfolger „No One Deserves To Be Here More Than Me“ via Deathwish veröffentlicht und was es dort zu hören gibt ist wohl alles andere als Hardcore(-Punk).


Beginnt „ No One Deserves To Be Here More Than Me “ mit dem Opener “Our Apartment Is Always Empty” noch vielsprechend, schleicht sich recht rasch das Mittelmaß ein.
Schon ab dem zweiten Track wird klar, dass man es hier wohl nicht der Musik, die man sich vorstellt hat, zu tun hat.
George Hirsch singt – ja es wird jetzt gesungen – dem Hörer mit kratziger Stimme entgegen. Die Songs klingen Indie-mäßig und insgesamt doch sehr gleich und teils sogar schon fast lustlos vorgetragen.
In eine ganz eigene Richtung gehen hingegen die Interludes, die in regelmäßigen Abständen über die Platte verteilt sind. Hier geht es von Progressiven Klängen, über Jazz bis hinzu Momentaufnahmen irgendwelcher Geräusche.
Einzig „No One Deserves To Be Here More Than Me” erinnert wohl am ehesten an des alte Material von Blacklisted und sticht zusammen mit, dem bereits erwähnten Opener, „Our Apartment Is Always Empty“ und „I’m Trying To Disappear“ aus dem Album hervor.
Nach mehrmaligem Hören gewinnt das Album zwar durchaus an Sympathie, so richtig zünden tut es jedoch trotzdem nicht.
„No One Deserves To Be Here More Than Me“ ist eben so ein Release, das für die einen ein Geniestreich, für die andern jedoch nur Mittelmaß ist.
Bei mir trifft dann jedoch eher Zweiteres zu.

 Dezember 9th, 2009  
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26
Nov

Goldust – Noir

Nachdem Goldust 2008 ihr Debüt in Form von „Axis“ veröffentlichten haben sie dieses Jahr die Ep „Noir“ auf die Hörerschaft losgelassen.

„dont look back in anger when all you feel is hate“

Mit dieser Zeile beginnt “Aevum”, nach dem Intro „M“, der Müsteraner von Goldust und mit passenderen Worten kann man eine EP die man „Noir“ (franz. schwarz, dunkel) betitelt wohl nicht beginnen.

Bei „Noir“ herrscht, wie bereits bei „Axis“, eine düstere und teils verzweifelte Stimmung – so wie es bei deutschen Hardcorebands momentan angesagt zu sein scheint. Doch bei Goldust kommt dies, im Gegensatz zu Bands die aus U-18 Musikern bestehen, authentisch und nicht aufgesetzt rüber und so knallt dem Hörer, von der ersten Sekunde an, die Wut von Sänger Lars an den Kopf.
Recht schnell fällt auf, dass „Noir“ metalischer ausgefallen ist , war „Axis“ doch noch mehr eine Hardcoreplatte mit Metaleinflüssen – hat sich nun der Spieß rumgedreht.

Frontmann Lars weiß den „Stilwechsel“ jedoch gekonnt umzusetzen und steckt eine Menge Energie in die Songs und man kann regelrecht heraushören wie sehr er sich verausgabt. Wer bereits auf einem Konzert der Jungs war hat dies sicher auch schon einmal selbst gesehen, so scheint es fast immer so, als würde er sich den gesamten Auftritt über in einer Art Wahn/Trance befinden.

„Noir“ kommt ohne jeden technischen Schnickschnack aus, es geht einfach jeder Song schnell nach vorne. Einzig beim Intro zu „Caedas“ stehen die Instrumente im Vordergrund und im späteren Verlauf des Lieds gibt es ein schönes Gitarrensolo, über welches sich Metalfreunde freuen werden.

Goldust haben mit „Noir“ definitiv einen gelungenen „Nachfolger“ zu „Axis“ veröffentlicht und wissen so die Zeit, bis zum nächsten Full-Lenght, zu überbrücken. Einzig und allein die knappe Spielzeit von gerade mal 10 Minuten fällt negativ auf.

Goldust werden sicher auch bald bei den „Großen“ mitspielen – erinnert der Sound doch stellenweise sogar ein wenig an die Bostoner von Shipwreck – und beweisen selbst dem letzten Nörgler, dass es auch noch im deutschen Hardcore immer wieder gute Bands gibt.

“M”
“Aevum”
“Thorn II”
“Caedes”
“Rome”
“Crisis”

 November 26th, 2009  
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16
Nov

Eastpak Antidote Tour 2009

Eastpak Antidote Tour 2009E-Werk Köln, 13.11.09
Die Eastpak Antidote Tour lockte dieses Jahr mit einem interessanten Line-Up, bei dem für jeden etwas dabei sollte. Decken die vier Bands, The Ghost Of A Thousand, Four Strong, Alexisonfire und Anti-Flag doch so einige Genre ab. Am 13. November machte das Package dann auch in Köln halt und war bereits im Vorfeld ausverkauft. Als ich gegen 19:30 Uhr am Kölner E-Werk ankomme staune ich erstmal nicht schlecht – entgegen meiner Erwartung ist von einer langen Schlange nichts zu sehen und so geht es direkt in die warme Halle.


Pünktlich um 20:00 Uhr steht in Form von The Ghost Of A Thousand dann auch schon die erste Band auf der Bühne. Das durchschnittlich doch sehr junge Publikum nimmt die Band von Anfang an gut auf und so kommt sofort Bewegung ins E-Werk. Doch nicht nur das Publikum macht seine Sache gut, sondern auch The Ghost Of A Thousand sind voller Spielfreude, flitzen ununterbrochen über die Bühne und scheinen selbst ein wenig überrascht vom Mitgehen des Publikums zu sein und so bedankt sich Sänger Tom Lacey bei diesem nicht nur einmal. Gallows können sich warm anziehen, denn mit TGOAT haben sie eine ganz schön harte Konkurrenz aus dem eigenen Land. Nach 30 Minuten verlassen The Ghost Of A Thousand die Bühne und machen Platz für Four Year Strong.
Bevor die jedoch loslegen können gibt es erstmal eine 20-minütige Umbaupause, in der sich das E-Werk nun wohl komplett füllt.
Als Four Year Strong dann die Bühne betreten kann man musikalisch wohl so einiges erwarten, aber mit ihrem teilweise poppigen Sound – der durchaus zu gefallen weiß – rechnet man wohl nicht. Der amerikanische Fünfer tourte in der Heimat schon mit Größen wie Set Your Goals oder Thursday und anhand der Reaktionen im Publikum dürfte es hier auch nicht mehr so lange dauern, bis man hier alleine Hallen füllt. Four Year Strong präsentieren größenteils Songs ihres Zweitwerks „Rise Or Die Trying“ die vom teilweise textsicheren Publikum auch lautstark mitgesungen werden – da ist es doch sehr schade, dass es einen Wellenbrecher gibt, der Publikum und Band derart voneinander trennt. Ebenfalls nach dreißig Minuten müssen auch Four Year Strong die Bühne räumen.
Nach weiteren zwanzig Minuten Umbaupause betreten dann die Kanadier von Alexisonfire mit einem leicht asiatisch angehauchtem Intro die Bühne. Bereits nach den ersten Tönen des Openers „Drunks, Lovers, Sinners and Saints“ gibt es beim Publikum kein Halten mehr und das E-Werk steht Kopf. Bassist Chris Steele legt die gesamte Show seine gewohnten Tanz Moves, die immer wieder lustig anzusehen sind, aufs Parkett und verausgabt sich bis zum Geht-nicht-mehr. Sänger George dankt des Öfteren dem Kölner Publikum. Doch nicht nur dem Publikum sondern auch dem alten, deutschen Label „Defiance Records“ wird für die jahrelange Unterstützung gedankt. Die Band motiviert immer wieder das Publikum und den Jungs steht die Spielfreude nur so ins Gesicht geschrieben. Auffällig ist, dass das Publikum vor allem für das neue Material gekommen zu sein scheint und die, auf dem vorhin erwähnten Label veröffentlichten, alten Songs größtenteils nicht kennt. So ist die Menge derer, die sich über „Waterwings“ vom Erstlingswert freuen, recht übersichtlich. Sobald jedoch „Old Crows“ vom aktuellen Release erklingt, sind wieder alle mit dabei. Bei „This Could Be Anywhere In The World“ verschlägt es Anti-Flags Chris #2 auf die Bühne. Er steuert aber eher schlecht als recht ein paar Zeilen bei.
Das Set der Kanadier, das aus Songs aller vier Alben bestand, endet mit einer grandiosen Version von „Happiness By The Kilowatt“ und einem super Outro. Anhand der Menge an Leuten, die das E-Werk nach dem Auftritt von Alexisonfire verlässt, wird klar, dass der eigentliche Headliner des Abends wohl nicht aus den USA sondern aus Kanada kam.
Gegen 23:00 Uhr betreten dann Anti-Flag aus Pittsburgh die Bühne. Anti-Flag liefern außer ein paar neuen Songs in der Setlist die gleiche Show wie immer und so verwundert es nicht, dass sich das E-Werk immer weiter leert. Wenn man dermaßen oft im Land ist, sollte man sich doch schon etwas Besseres einfallen lassen. Ansonsten war es das dann wohl bald mit dem Erfolg.
Den eingefleischten Fans scheint es dennoch gut genug zu sein und so verlässt am Ende des Abends wohl jeder – der eine früher, der andere später – mit einem Lächeln auf dem Gesicht das Kölner E-Werk.

 November 16th, 2009  
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04
Nov

Bane – Dublin, 11:58pm

Bane haben sich in Sachen Veröffentlichungen die letzten Jahre eher rar gemacht.
Liegt das letzte Album, „The Note“, doch bereits vier Jahre zurück und die letzte EP erschien 2006 in Form von „Ten Years Plus“.

Nun melden sich Bane jedoch im Rahmen ihrer „World Series“ mit 3 EPs zurück und den Anfang macht „Dublin, 11:58pm“.

Die Ep beginnt mit dem fulminanten Opener „The Bold And The Beautiful“.
Auf die Ohren gibt es von der ersten Sekunde an den gewohnten Bane-Sound den man von den Jungs gewohnt ist. So fordert Aaron Bedard dazu auf seine Chancen zu nutzen und stets das Beste aus sich heraus zu holen.
Frei nach dem Motto „Alles ist möglich“ ist der Song wohl einer der positivsten den man von Bane kennt – auch wenn die Songs in der Regel alle sehr positiv ausfallen.

„You’re the Rocky movie / you’re that Nike add!“

Bei „One Life To Live“ geht es fast Bane-Untypisch schnell zur Sache. Kennt man ein derartig schnelles Schlagzeug doch nur von den wenigsten Bane Songs.
Die Message bleibt jedoch die gewohnte, aus dem Titel leicht zu erratene: Jeden Moment vollkommen auskosten und sein Leben zu Leben.

„If there’s a Hell I’ll get there soon enough“

Der dritte und letzte Song der Ep – „The Young And The Restless“ – verläuft dann wieder ruhiger und erinnert stark an „End With An Ellipsis“ oder den großartigen „Swan Song“ vom 2006er Album „The Note”.

„I will believe in dragons as long as I run with dragons”

„Dublin, 11:58pm” macht definitiv Lust auf Mehr und so kann man sich nur auf „Rome, 12:58am“ – die Zweite EP für 2009 (erscheint im Dezember) – und das, hoffentlich, baldige Release eines neuen Albums freuen.

1. The Bold And The Beautiful
2. One Life To Live
3. The Young And The Restless

 November 4th, 2009  
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25
Jul

Allschools BirthdayBash Tag 1

Allschools hat zum 12-jährigen geladen und alle kommen.
Sebastian und ich kommen gegen 19:15 am, schon gut gefüllten, Kölner Underground an.
Da wir von drinnen bereits Musik hören holen wir uns schnell unsere Bändchen und dann geht’s rein.
Auf der Bühne befindet sich mit Glasses bereits der erste Act des Abends.
Positiv fällt sofort auf, dass neben dem Biergarten und schon drinnen einiges Los ist und die Leute die Gelegenheit nutzen alle Bands zu sehn, statt nur die großen des Abends zu bejubeln.
Das Set wird ohne große Ansagen runtergespielt und das Publikum beschränkt sich auf Kopfnicken und Fußwippen.
Glasses wissen jedoch zu überzeugen.

Da im Underground bereits so früh am Abend bekannte Temperaturen herrschen entschließen wir uns erstmal nach draußen zu gehen und etwas zu trinken.
Nach einer kurzen Erfrischung geht’s dann zurück zum Underground wo Kingdom, die zweite deutsche Band des Abends, bereits ihre letzten Songs zum Besten geben.

Nach einer kurzen Umbaupause betretet die Bostoner von Shipwreck A.D die Bühne und werden vom Publikum freundlich empfangen. Das Underground ist zu diesem Zeitpunkt schon fast voll. Zum ersten Mal kommt Bewegung im Publikum auf und textsichere Leuten nehmen ihren Platz vor der Bühne ein. Shipwreck machen ihre Sache verdammt gut und die Bewegung sollte bis zum Auftritt des Headliners Have Heart auch nicht einreißen.

Bevor Have Heart die Bühne entern dürfen sind jedoch erstmal die Belgier von Rise and Fall, die zusammen mit Shipwreck und Have Heart die vorrangegange Tour spielten, an der Reihe.
Wie schon zuvor bei Shipwreck sind einige textsichere Fans im Underground und die Leute werden sehr gut für Have Heart angeheizt.

Gegen 22:30 entern dann Have Heart die Bühne und das gesamte Underground ist sichtlich froh die Bostoner noch einmal bei ihrem letzten Deutschland Konzert erleben zu dürfen.
Ab den ersten Tönen des Openers Lionheart gibt es kein Halten mit und so ziemlich das komplette Unterstützt Sänger Pat Flynn beim Gesang. Aber auch so gibt es im Publikum kein halten mehr, Menschen fliegen durch die Gegend und alle flippen vollkommen aus – positiv ist aber zu vermerken, dass es den ganzen Abend über friedlich zugeht.
Das Set besteht aus fast allen Songs von „The Things We Carry“ und „Songs To Scream At The Sun“.
Die Zeiten zwischen den Songs nutzt Pat für sehr persönliche und emotionale Ansagen und man merkt, dass diese wirklich von Herzen kommen und es sich nicht um irgendwelche Phrasen handelt.
Leider weißt er auch darauf hin, dass nach den letzten Shows ein für alle mal Schluss sein wird und man nicht mit einer Reunionen Tour oder ähnlichem zu rechnen hat.

Gegen 23:20 verlassen sowohl Have Heart als auch ein mehr als zufriedenes Publikum das Kölner Underground. Der eine oder andere wird dies, so wie ich, mit einem lachenden und einem weinenden Auge tun, da man mit Have Heart wohl eine DER Hardcore Bands zum letzten Mal live erleben dürfte.

Tracklist Have Heart (ohne Reihenfolge):

- Lionheart
- Song of shame
- Something more than ink
- Pave paradies
- Armed with a mind
- Machinist
- Unbreakable
- Hard bark on the family tree
- Watch me sink
- on the bird in the cage
- same son
- bostons
- watch me rise
- no roses no skies

Bilder folgen.

 Juli 25th, 2009  
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15
Jul

K.I.Z. – Sexismus gegen Rechts!

Vorneweg: Irgendwie ein Ding der Unmöglichkeit ne Review über K.I.Z. zu schreiben, wenn es schon schwierig ist irgendjemandem in einem Gespräch diese Gruppe näherzubringen oder einfach nur zu “erklären”. Leute die mich seit Jahren kennen gucken mich teilweise einfach entsetzt an wenn sie die Musik das erste mal hören. Andererseits gibt es genug Leute in meinem Umfeld die absolut keinen HipHop hören und K.I.Z. feiern und mit uns auf den Konzerten abgehen. Wie ihr also grade merkt, ich bin ein absoluter Fan, was die ganze Sache nicht leichter macht eine Review zu schreiben die auch von “nicht Fans” verstanden wird. Aber trotz allem werde ich einfach mal mein bestes geben:

Lange hat es gedauert, wie auch schon beim letzten Album wurde das Releasedate des Albums einige Male verschoben, doch seit dem 11.07.2009 steht das neue Machwerk der 4 Berliner im Plattenregal (oder im Kofferraum). Und nach dem ersten durchhören der Platte war mir sofort klar: …… …… ….. Das ich keine Ahnung habe was ich davon halten soll. Ich habe mit jedem neuen Track auf einen Abrisstrack wie “Walpurgisnacht” gewartet und wurde irgendwie enttäuscht. Klar, “Einritt” und “Preisschild” gehen gut ab, und auch “Lass die Sau raus” wird Live für rumgepoge sorgen, aber Walpurgisnacht war eben einmalig, das Lied fanden Leute gut die K.I.Z. sonst verbieten würden, eine Hymne einfach. Aber bei Hahnenkampf hat es auch erstmal ne gewisse Zeit gedauert bis ich quasi alle Tracks gut fand. Deswegen lief Sexismus gegen Rechts auch die letzten Tage als Dauerbeschallung und inzwischen kann ich wirklich sagen K.I.Z. sind back. Als ich Thomas im Auto das erste mal n paar Tracks gezeigt habe kam dann auch die typische K.I.Z. Reaktion: Loslachen bei den blödesten Lines.

Deine Mama war nackt: Jabba the Hutt

Das Album folgt zu großen Teilen dem altbewährten K.I.Z. Prinzip: Absolut absurde, politisch inkorrekte, diskriminierende Texte die mal mehr und mal weniger offensichtlich mit Gesellschaftskritik und vor allen Dingen unglaublich viel Sarkasmus und Selbstironie gespickt sind. So widmet sich der Track “Rauher Wind” der wohl berechtigten Frage ob es einen Himmel für Banker gibt, denn auch die haben es wirklich schwer:

Meine Frau hat auch kein Job und ist trotzdem glücklich,
wann macht ihr Schmarotzer euch nützlich.

Theorethisch müsste ich das halbe Album zitieren um einen Eindruck zu vermitteln wie K.I.Z klingt, aber ich begnüge mich erstmal mit der für mich witzigsten Line:

Können wir sie ficken?
(Obama Sample)”YES WE CAN”

Allerdings gibt es auch eine erhebliche Neuerung auf dem Album. In “So Alt” reflektieren die Jungs ihre Jugend und das Dilemma des Erwachsenwerdens. Und das wirklich ernsthaft! Keine verrückten Vergleiche, kein Hurensohn Gebrülle, einfach ein wirklich “Deeper” Track , auf dem sie zeigen das sie auch ganz anders können. Für mich das größte Highlight der Platte.

Ansonsten sind wie oben schon erwähnt auch wieder einige Thementracks dabei, die allesamt sehr gut gelungen sind. In “Ohrfeige” kassieren die Jungs eben diese, was wohl hauptsächlich an Zeilen liegt wie:

Ich bin der Boss in diesem Haus,
was die Müllsäcke angeht: “Bring em out, bring em out”

In den anderen Tracks wird Deutschland in “Selbstjustiz” gerettet, Jörg Haider gehuldigt (Straight outta Kärnten) oder das Leben als Millionärssöhnchen “Preisschild” beleuchtet.Der einzige Feautretrack der Platte (System feat. Sido) ist eine traurige Offenbarung der Jungs, denn sie haben alle das selbe Problem:

Ich lieg unter der Decke,
onanier mit der Pinzette.

Und so hat man Sido wahrscheinlich noch nie gehört!

Ebenso gibt es auf der Platte einen weiteren Part der “Hurensohn Reihe” , bzw Hurensohn Episode I , eine Entschuldigung an alle Söhne käuflicher Frauen, auf denen K.I.Z. rumgetrampelt ist als ständen sie in Flammen.

Was die Beats angeht ist auf dem Album von Elektro bis Punk wieder alles vertreten und festigt die Vielseitigkeit, die man von den alten Alben gewöhnt ist.

Viel mehr kann man eigentlich nicht sagen, K.I.Z lässt sich einfach nicht mit Worten erklären, deshalb einfach mal ins Album reinhören. (z.B. Hier).

Für mich hat sich das lange warten gelohnt,viele werden das Album lieben, viele werden es hassen, dazwischen gibt es nicht viel. Aber wie mein K.I.Z. T-Shirt so schön sagt:

Wenn dus magst bist du cool, wenn nicht bist du ein Bastard!

Und ein kleines Zitat noch am Ende:

Ich warte vorm Klo und die Schlange ist lang,
bitte lasst mich durch ich bin der erste schwangere Mann.
Chilischoten Fegefeuer OOOOOOOH OOOOOOOOOH
Ich hör mich an wie Grönemeier AAAAAAH AAAAAAAAH

Tracklist:

01. Rohmilchkäse (01:23)
02. Lass die Sau raus (04:22)
03. Halbstark (03:17)
04. Rauher Wind (04:10)
05. Einritt (03:43)
06. Ohrfeige (04:18)
07. Straight outta Kärnten (02:49)
08. Selbstjustiz (04:00)
09. Scheiterhaufen (03:44)
10. Hurensohn Episode 1 (03:50)
11. Preisschild (03:58)
12. Auch Nutten wollen Pendlerpauschale (00:49)
13. Ringelpiez mit Anscheißen (03:22)
14. Das System (04:34)
15. Klopapier (02:27)
16. So Alt (04:08)
17. Töten (04:12)
18. Halbstark (04:47)

 Juli 15th, 2009  
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29
Jun

Alexisonfire – Old Crows / Young Cardinals

Mit „Watch Out!“ veröffentlichten Alexisonfire 2004 wohl eines DER Alben des Jahres und legten die Messlatte für das Genre verdammt hoch.
„Crisis“ folgte 2006 und dieses Jahr melden sie sich mit „Old Crows / Young Cardinals“ zurück.
In den drei Jahren zwischen „Crisis“ und dem aktuellen Release hat sich bei dem kanadischen Fünfer einiges getan.
Neben dem Erfolg von „City & Colour“ hat sich Wade MacNeil mit „Black Lungs“ auch einem Nebenprojekt gewidmet.
Bei so vielen Projekten und einer an sich talentierten Band wundert es natürlich auch nicht, dass die großen Labels aufmerksam werden und so debütiert „Old Crows / Young Cardinals“ auf dem Warner-Ableger Roadrunner.

Neben dem Label-wechsel hat sich jedoch auch sonst einiges getan und so ließ die Band bereits im Vorfeld verlauten

„We’ll put the knife into screamo.“

Und genau das merkt man von Anfang an. Die Shouts von George Pettit fehlen fast komplett und so wird nun auch von ihm mehr „gesungen“. Aber Shouts hin oder her, an Energie haben Alexisonfire auf keinen Fall verloren und das merkt man bereits beim Opener „Old Crows“ – und einen besseres Track des Albums hätte man nicht wählen können.

„We are not the kids we used to be.“

Zwar gibt es den gewohnten stimmlichen Wechsel von George, Wade und Dallas, es wird aber auch von Anfang an klar, dass man in eine neue Richtung geht und sich weiterentwickelt hat.
Mit “Sons of Privilege” gibt es dann auch schon einen der besten Tracks des Albums zu hören und es wird sogar politisch. Aber warum sollte ein derartiges Sprachrohr auch nicht genutzt werden.

„Sweet lady liberty -
You are lost, though you are free
And what hides beneath
Can’t tell the wolves from the sheep”

Das komplette Album weist eine extrem hohe Hit-Dichte auf, was nicht zuletzt an dem überaus guten Gesang von Dallas Green liegt. Aber auch ohne seinen Gesang weiß man zu überzeugen; bestes Beispiel ist da wohl „No Rest“, welches schon im Vorfeld als kleine Kostprobe via Myspace veröffentlicht wurde und wo man George Pettit so hört wie man ihn von früheren Releases kennt.
Das letzte drittel der Platte hat es gewaltig in sich. Mit „Emerald Street“, „Heading for The Sun“, „Accept Crime“ und „Burial“ sind hier wohl die Kracher des Albums zu finden.

„All the boys in the halfway houses
Wave to the girls of Emerald Street”

Bei “Emerald Streets” gibt es den gewohnten Wechsel aus Shouts und Gesang – aber so gekonnt wie bei Alexisonfire wird es leider viel zu selten eingesetzt und so wirkt es nie eintönig oder gar langweilig.

„There’s no police between two beating hearts”

“Accept Crime” verdeutlicht einmal mehr, dass man auch ohne Dallas Green auskommen kann. Dieser kommt hier nur kurz zum Einsatz und so übernehmen George Pettit und Wade MacNeil den Rest. Überhaupt ist Wade MacNeil, wie schon bereits beim Vorgänger „Crisis“, wieder deutlich öfters zu hören.
Bei „Burial“, dem letzten Song auf „Old Crows / Young Cardinals“, beweist Dallas Green dann jedoch wieder, dass er es einfach drauf hat. Denn ehrlich gesagt gibt es nur sehr wenige die da stimmlich rankommen und wissen Songs so rüberzubringen wie er – und zwar mit jeder Menger Gefühl.

Alexisonfire haben sich weiterentwickelt, wissen aber trotzdem auch mit altbewährtem zu überzeugen. Das Rad haben sie ohnehin nicht neu erfunden – sie gehören aber ohne Zweifel zu den Besten des Genres.

1. Old Crows
2. Young Cardinals
3. Sons of Privilege
4. Born and Raised
5. No Rest
6. Northern
7. Midnight Regulations
8. Emerald Street
9. Heading for the Sun
10. Accept Crime
11. Burial

 Juni 29th, 2009  
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12
Jun

Enter Shikari – Common Dreads



2007 war wohl DAS Jahr für die damaligen Newcomer von Enter Shikari.

Für den Fünfer aus England ging es von der Myspace-Band zum Überflieger.

2009, zwei Jahre nach dem Erstling „Take to The Skies“, folgt nun, nach ein paar EPs, ihr zweiter Langspieler in Form von „Common Dreads“.

Musikalisch geht es da weiter wo man mit der EP “The Zone” aufgehört hat und das heißt: weniger Shouts und mehr Message.

Los geht’s mit dem gleichnamigen Opener, für den sich die Herren was ganz besonderes einfallen lassen haben. Sie haben die Fans aufgerufen „We must unite“ in so vielen Sprachen wie möglich aufzunehmen und ihnen zu senden – so kann sich der ein oder andere jetzt im Intro wiederfinden.

Nach dem Opener folgt in gewohnter Enter Shikari-Synthie-Manier “Solidarity”.

Sehr angenehm fallen einem hier am Ende bekannte Zeilen aus dem Erstlingswerk auf


And still we will be here, standing like statues

Man fühlt sich nach den ersten vier Songs ganz klar an den Vorgänger erinnert –dem geneigten Zuhörer fällt jedoch auf, dass die Jungs nun etwas zu sagen zu scheinen.

So klingen sie in „Step Up“ und „Juggernauts“ schon recht politisch.


And you can find inbalance

You can destroy inbalance

And you can change your values

Step up today

Neben der textlichen Veränderung fällt ab “Juggernauts” auch die Entwicklung von Rou’s Stimme auf. Dieser klingt Mike Skinner von The Streets in manchen Teilen zum verwechseln ähnlich.

An fünfter Stelle lauert in Form von „Wall“ einer der stärksten Tracks des Albums – ein astreiner Sommertrack der aber auch weiß zum Denken anzuregen.


Its glorious outside

„Havoc A“ und „Havoc B“ bieten dank guter Sprechgesangseinlangen und Effekte eine gekonnte Abwechslung zum Rest der Tracks.

Mit „No Sleep Tonight“ wartet ein weiterer Kracher auf.

Als letzten Track bekommt man „Fanfare For The Conscious Man“ geboten und auch hier geben sich die Jungs wieder politisch.


I’ve just woke up to a land where killing is part of every day

and every mind in this intelligent species,

is near blinded into the battlefield, like its natural for us to break instead of build.

Unity’s intrinsic the only cause worth fighting for,

all religions, colors and creeds.

Now we are the world, and we are the people.

We are the world and we are the people, and we will be heard.

We’ll be together against this!

We’ll be forever against this!



“Unity” wird hier scheinbar groß geschrieben und so sollte es auch sein – sehr gut gemacht.

Alles in Allem haben Enter Shikari einen sehr würdigen Nachfolger abgeliefert, der sich zwar stark vom Vorgänger unterscheidet aber auch mit altbewährtem überzeugen kann – so sollte für jeden etwas dabei sein.

1. Common Dreads

2. Solidarity

3. Step Up

4. Juggernauts

5. Wall

6. Zzzonked

7. Havoc A

8. No Sleep Tonight

9. Gap In The Fence

10. Havoc B

11. Antwerpen

12. The Jester

13. Halcyon (intro)

14. Hectic

15. Fanfare for the Conscious Man

 Juni 12th, 2009  
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25
Mai

Jazzkantine – Hell’s Kitchen

Wir alle kennen diese Situation:

Man ist jung, erfolgreich, und hat aufgrund der neuesten Beförderung die Arbeitskollegen und den Chef zu einer kleinen Feierlichkeit in sein Loft eingeladen. Alles ist vorbereitet: Feinkost Käfer hat gerade das Büffet aufgebaut, Im Kamin flackert ein kleines Feuer und der Champagner hat eine Temperatur von genau 8° Celsius. Doch plötzlich der Schock! Man spielt jede CD im Bang und Olufsen CD Wechsler an und………man merkt das man eigentlich gar nicht so ist wie es das Ambiente vermittelt: H2O, Beatsteaks und A Day to Remeber, daneben ein paar Klassiker wie AC/DC, Deep Purple und Aerosmith. Jetzt steht man also da, im 2000€ Armanianzug, und fragt sich wo man jetzt noch Musik herbekommt die man den Kollegen zumuten kann ohne seine Persönlichkeit komplett zu verleugnen während im Hintergrund die Eisskulptur langsam anfängt zu schmelzen.

Nie wieder werdet ihr in dieser Misere stecken!
Denn mit Hell’s Kitchen haben Jazzkantine ein Album für genau diese Situationen abgeliefert: Jazzige Interpretationen von Klassikern der Rockgeschichte wie zB: Back in Black, Smoke on the Water und Walk this way.
Direkt im ersten Track “Highway to Hell” (Das Original dürfte auch manchen bekannt sein) kommt von der ersten Sekunde BigBand Feeling Pur auf und auch der Gesang kommt interpretiert von Tom Gaebel nicht zu kurz. Als danach “Jump” beginnt, bin ich erstmal kurz erstaunt, da ich mir nicht sicher bin ob es wirklich eine Cover Version von Van Halen ist. Als jedoch die Stimme von Sam Leigh-Brown einsetzt verfliegen alle Zweifel und ich fühle mich in einen kleinen Jazzclub irgendwo auf dieser Welt versetzt.
Weiter gehts mit “Nothing else matters” , auf diesen Track war ich mit am meisten gespannt als ich die Tracklist gelesen habe, hatten doch Metallica selbst mit ihrer Unplugged Version schon den ersten Schritt in diese Richtung gemacht. Und obwohl ich Xavier Naidoo eigentlich nicht mehr hören kann, so bringt er den Track doch genial rüber, und auch die Instrumentalisierung ist noch einen Schritt ruhiger und Gefühlvoller. Alle die die Unplugged Version schon geliebt haben, sollten hier auf jeden Fall reinhören.
Etwas rockiger geht es weiter mit einem Motörhead Cover von “Iron Horse”, gesungen vom Jazzkantine Frontmann Cappucino. Und um nicht das Gefühl zu erwecken das hier alles gleich klingt, ist die Version von “Ain’t talkin bout love” gesungen von Dr. Ring Ding sehr Reggaelastig und könnte vom Musikalischen auch vom ersten Jan Delay Album stammen.
In “Back in Black” wird die Schuluniform gegen einen Anzug mit Al Capone Hut getauscht und Max Mutzke stellt unter Beweis das er zu Recht die Casting Show von Stefan Raab gewonnen hat.
Als die ersten Töne von “Smoke on the Water” aus den Boxen kommen muss ich direkt an Two and a half man denken als Jake ein Asiatisches Wunderkind dazu bringt eben dieses Lied mit ihm auf einem Cello zu spielen. Sehr schöne Instrumentalversion die zwar ganz anders aber trotzdem unverkennbar “Smoke on the water” ist.
Beim inzwischen achten Track Paranoid frage ich mich ernsthaft ob ich noch ein Lied auf dieser CD finden werde das mir nicht gefällt. Wieder gesungen von Cappucino geht der Track runter wie Butter, und man kann nur sagen: Anhören und mitswingen!
Ich wage jetzt eine Behauptung aufzustellen: jeder der “I was made for loving you” hört wird spätestens beim Chorus nicht mehr aus dem Grinsen rauskommen, die wunderschöne Stimme von Pat Appleton verleiht dem Lied einen völlig neuen Charakter und könnte als perfektes Kuschelrock Material durchgehen.
Mit “Walk this way” wird es wieder etwas rockiger, und meiner Meinung nach ist das Cover im Vergleich zu den anderen sehr nah an seinem Original.
Der nächste Track “Strong Arm of the Law” ist mir bisher unbekannt, hat einen leichten Reggae Touch und hört sich mit der Stimme von Sam Leigh-Brown ebenfalls sehr angenehm an.
Zum Ausklang gibt es nochmal etwas ruhigere Töne mit “Hells Bells” und nach knapp 50 Minuten ist das Album dann auch schon durch.

Zusammenfassend kann man nur sagen: Genial! jeder der auch nur einen der Originaltracks auf dieser Platte kennt sollte unbedingt in die CD reinhören. Bereits nach dem ersten Track hatte ich schon ein Grinsen auf dem Gesicht, das sich auch die gesamten 50 Minuten gehalten hat. Zwar sind die Versionen nicht fürs “Abrocken” geeignet, sondern wohl eher zum Swingen, aber für gewisse Situationen ist “Hell’s Kitchen” auf jeden Fall geeignet. Für entspannte Abende zu Hause, um runterzukommen und wenn man einfach mal genug von Verzerrten Gitarren oder Schreienden Sängern hat. Oder einfach nur um sich anzuhören was man mit Kreativität schaffen kann. Jedes einzelne Lied weiss auf seine Art zu überzeugen, und obwohl teilweise wirklich Welten zwischen Original und Cover liegen, ist die Essenz der Lieder jedes mal unverkennbar vorhanden. Natürlich kann man die Platte auch zerreissen und sagen Rock gehört dreckig und hart. Aber genau darum geht es ja: Den Liedern ein neues Gewand zu verpassen. Deswegen vorm reinhören mal alle Vorurteile beiseite legen und offen für was neues sein!

Hier für alle zum reinhören das Video zu “Highway to Hell”

Tracklist:

1) Highway to Hell (Vocals: Tom Gaebel)
Original: AC/DC
2) Jump (Vocals: Sam Leigh-Brown)
Original: Van Halen
3) Nothing else matters (Vocals: Xavier Naidoo)
Original: Metallica
4) Iron horse (Vocals: Cappuccino)
Original: Motörhead
5) Ain’t talking bout love (Vocals: Dr. Ring Ding)
Original: Van Halen
6) Back in black (Vocals: Max Mutzke)
Original: AC/DC
7) Smoke on the water
Original: Deep Purple
8) Paranoid (Vocals: Cappuccino)
Original: Black Sabbath
9) I was made for loving you (Vocals: Pat Appleton)
Original: Kiss
10) Walk this way (Vocals: Tachi & Cappuccino)
Original: Aerosmith & RUN DMC
11) Strong arm of the law (Vocals: Sam Leigh-Brown)
Original: Saxon
12) Hell’s Bells (Vocals: Louie)
Original: AC/DC

 Mai 25th, 2009  
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